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Erster Fachtag Schulsozialarbeit im Landkreis Vorpommern- Greifswald nach der Kreisgebietsreform in MV
Hoch dotiert fand letzte Woche in Ueckermünde der erste Fachtag der Schulsozialarbeit des Landkreises Vorpommern- Greifswald mit allen Schulsozialarbeitern, der Freien Träger der Jugendhilfe als auch der öffentlichen Träger von Schulsozialarbeit statt.
Der Schulrat der Regionalen Schulen, Herr Günther Meier, sprach von einem bedeutenden Ereignis, dass die Kollegen der Schulsozialarbeit aus dem Landkreis Vorpommern- Greifswald sich zusammenfanden, um zu den aktuell wichtigen Themen wie Toleranz und Kompetenz zu diskutieren und sich in Workshops auszutauschen. Herr Prof. Werner Freigang von der Fachhochschule Neubrandenburg befasst sich seit Jahren mit dem Thema Ausgrenzung, Toleranz und Umgang miteinander. Als Einstieg für diesen Tag führten verschiedene Studien und Programme zu dem Ergebnis, dass Schule und Schulsozialarbeit nicht aufeinander verzichten können.
Die unterschiedlichen Rollen der Akteure machen deutlich, welche großen Chancen die Arbeit mit den Schülern bietet. Claus Wergin, Fachreferatsleiter des Sozialministeriums des Landes Mecklenburg Vorpommern und unter anderem für den Schwerpunkt Schulsozialarbeit zuständig, wartete mit Zahlen und Fakten auf. So liegt das Durchschnittsalter der Schulsozialarbeiter im Land Mecklenburg- Vorpommern derzeit bei 46,2 Jahre, während Lehrer im Durchschnitt 10 Jahre älter sind.
Unsere Kollegen/innen der Schulsozialarbeit sind überwiegend bei Freien Trägern der Jugendhilfe beschäftigt. Hier nehmen die AWO dicht gefolgt vom DRK und vom CJD mit der Anzahl der angestellten Schulsozialarbeiter die Spitzenplätze ein. 10 % der Kolleginnen und Kollegen sind über öffentliche Träger beschäftigt, im neuen Landkreis sind das bspw. die Städte Greifswald und Eggesin.
Die Vorsitzende des Landesfachverbandes für Schulsozialarbeit in M-V Frau Katja Falkenberg nahm Stellung zu den veränderten Lebensbedingungen der Schüler und deren Auswirkungen auf die Schulen. Eine Zunahme der Varianz der Schüler erfordern in Zukunft auch weiterhin alle pädagogischen Fachkräfte in den Schulen, um den Lernenden den Weg in ihre Zukunft zu ermöglichen. Darüber hinaus blickt der Landesfachverband Schulsozialarbeit auf 10 Jahre Erfahrung zurück. So verfügt der Verband über einen umfangreichen Wissensschatz, der regelmäßig auf Landesebene angefragt wird.
In den Workshops beschäftigten sich die TeilnehmerInnen neben diesen Themen u.a. mit wichtigen Informationen über die Rolle und Struktur der rechten Szene in der Region Vorpommern- Greifswald. Dabei wurde neben der schulischen auch die außerschulische Verantwortung der Demokratieentwicklung deutlich gemacht. So gewann der Austragungsort der Fachtagung Ueckermünde noch einmal an besonderer Bedeutung, was auch die Bürgermeisterin der Stadt mit ihrer Anwesenheit und dem Grußwort an diesem Tag hervorhob.
Die 60 SchulsozialarbeiterInnen, Streetworker , Trägervertreter und Interessenten aus der politischen Landschaft der Region bekundeten, die begonnene Arbeit in den Arbeitskreisen fortzuführen und sich spätestens im letzten Drittel des Jahres zur großen Fachtagung Schulsozialarbeit wieder zutreffen.
Der Fachtag in Ueckermünde war für die Stärkung der Schulsozialarbeit im Zuge der Kreisgebietsreform in der nordöstlichsten Region unseres Landes besonders wertvoll und von Erfolg gekrönt.
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